| Wertorientierung und Religiosität |
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In Waldkindergärten können die Kinder sehr bewusst und ganzheitlich religiöse Grundeinstellungen erwerben. Durch den tägl. Aufenthalt im Freien entsteht bei den Kindern eine tiefe Verbundenheit mit der Natur. Dies macht es ihnen möglich, die Grundhaltungen des Staunens, Dankens und Bittens auf natürlichste Weise zu erfahren. Im Erleben der Vielfalt der Schöpfung entsteht eine Wechselwirkung zwischen Gefühlen der Geborgenheit, des Vertrauens und Trostes einerseits, sowie der Wertschätzung der Natur und des Lebens andererseits. Aus diesem Empfinden heraus lernen die Kinder für ihren weiteren Lebensweg Verantwortung für sich, ihr Handeln und dessen Folgen zu übernehmen. Auch den Prozess des Werdens, Vergehens und Erwachens erleben die Kinder in der Natur immer wieder aufs Neue. Beispielsweise wenn sie Frösche beim Laichen beobachten, oder im Frühling erleben wie der Schnee schmilzt und nach und nach alles wieder zum Leben erwacht. Über Fragen der Sinngebung, die sich aus solchen Situationen ergeben, kann man mit den Kindern gut philosophieren! Auch religiöse Feste, wie das Weihnachts- oder das Osterfest, lassen sich im Wald gut feiern, beispielsweise indem aus Naturmaterialen entspr. Symbole gebastelt werden, ein Gottesdienst im Freien abgehalten wird oder der Nikolaus auf dem Schlitten die Kinder besucht. |


